Buß- und Bettag Reinigung des Herzens

Woher kommt der Buß und Bettag?

Der Buß- und Bettag ist ein gesetzlicher Feiertag der evangelischen Kirche. Der Tag hat seinen Ursprung bereits im Römischen Reich. Demnach sollten die Götter in Zeiten einer Krise an diesem Tag mit Hilfe einer ganz besonderen Sühne gnädig gestimmt werden.

Heute gilt der Buß- und Bettag als ein Tag der Neuorientierung und Neuausrichtung im Leben. So soll vor allem Buße für in der Vergangenheit begangenen Sünden getan werden. Außerdem soll am Buß- und Bettag auch an die zahlreichen Ungerechtigkeiten der Welt erinnert und die eigene Verantwortung in den Mittelpunkt des eigenen Denkens gerückt werden. Große Priorität hat dabei vor allem das Vorausschauen in eine positive Zukunft.


Seit dem 20. Jahrhundert offizieller Buß- und Bettag

Die evangelische Kirche hat den Buß- und Bettag von der Römischen Kirche übernommen. Noch heute sind in der Römischen Kirche in einigen wenigen Regionen mittwochs und freitags als Buß- und Bettage festgelegt. Die Tradition der wöchentlichen Bußtage wurde von der protestantischen Kirche wenig später übernommen. Im 18. Jahrhundert wurde die Zahl dieser Tage hier allerdings nach und nach stark eingeschränkt. Seit dem 20. Jahrhundert wird nur noch ein ganz offizieller Buß- und Bettag gefeiert.

Buß- und Bettag für Kinder

Der folgende Beitrag von bibel.tv erklärt einfach verständlich für Kinder was es mit dem Buß- und Bettag auf sich hat. Insbesondere wird darin auf die Geschichte von Jonah eingangen, auf die der Buß- und Bettag zurückgeht

Buß- und Bettag als Feiertag

Von 1934 bis 1939 und ab 1981 war der Buß- und Bettag in ganz Deutschland ein arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag. Im Jahr 1995 wurde der Feiertag zugunsten der Finanzierung der Pflegeversicherung in Deutschland fast vollständig abgeschafft. Seitdem ist an diesem Tag nur noch in Sachsen arbeitsfrei.

Die Politik führte im Jahr 1994 die Pflegeversicherung als vierte Säule der Sozialversicherung ein. Durch den daraus entstehenden Arbeitgeberanteil wurden auch die Unternehmen stärker belastet, was in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase Proteste der Arbeitgeberverbände hervorrief. Zum Ausgleich wurde in allen Bundesländern außer in Sachsen (siehe Feiertage Sachsen) der Buß- und Bettag abgeschafft. Statt den Feiertag in Sachsen ebenfalls abzuschaffen entschied sich der Freistaat, die Arbeitnehmer mit einem zusätzlichen Arbeitnehmeranteil in Höhe von 0.5% des Bruttolohns zu belasten.